BatteryLife – Umfassende Erforschung der Verlängerung von Batterielebenszyklen durch Sekundärnutzung

Die hohen Anschaffungskosten für Lithium-Ionen-Batterien(LIB)gelten als eines der größten Hindernisse für die Einführung von Elektrofahrzeugen auf dem Massenmarkt. Gealterte Traktionsbatterien werden den hohen Anforderungen an Leistungs-und Energiedichte teilweise nicht mehr gerecht. In diesem Zusammenhang ist eine Zweitnutzung eine mögliche Lösung um die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen zu reduzieren und die Nutzungsdauer der Batterien zu verlängern. Hierdurch eröffnen sich Möglichkeiten, zusätzliche Erlöse zu generieren sowie die Ökobilanz der Elektromobilität zu verbessern. Vielversprechende Second-Life-Anwendungen sind der Einsatz als Hausspeicher für Photovoltaikanlagen oder die Integration als Pufferbatterien zur Abdeckung von Stromspitzen in intelligenten Ladesäulen. Um den Batterielebenszyklus zu verlängern und entsprechende Sekundärnutzung zu ermöglichen, soll das Projekt Antworten auf offene Fragestellungen die sich im Zusammenhang mit Sekundärnutzung ergeben erarbeiten:

  • Sekundärnutzung von Batterien muss grundsätzlich und umfassend hinsichtlich Second-Life Anforderungen an Wiederverwendungskonzept auf Pack-, Stack-, Modul-und Zellebene, hinsichtlich Produktdesign, Produktionsabläufen, Analysemethoden mit speziellem Augenmerk auf Ökonomie und Ökologie hinterfragt werden.
  • Second Life Anwendungen erfordern ein Verständnis von aktueller und zukünftiger Zellchemie um einerseits die Grundbausteine von Energiespeichern auf erweiterte Lebenszyklen vorbereiten zu können. Andererseits wird das Verständnis für die Analyse des Zustands auf Stack-, Pack-, Modul-und Zellebene benötigt.
  • Qualifikation der Einsetzbarkeit erfordert die Entwicklung von entsprechenden Messgeräten um effizient Aussagen über den Zustand von Elementen treffen zu können
  • Entscheidend für die ökonomische Wiederverwendbarkeit von Stacks-Packs-,Modulen und Zellen sind produktive Montage-, Wartungs-und Demontagemethoden.

Zielsetzung

  • Ein umfassendes ökologisch und ökonomisch begründetes Wiederverwendungskonzept für Batterien zu erarbeiten.
  • Die Zellchemie aktueller und zukünftiger Akkumulatoren hinsichtlich Sekundärnutzungskonzepten zu durchleuchten.
  • Effiziente Messmethoden zur Qualifizierung von Batterien zu entwickeln.
  • Die Produktivität bei Herstellung, Wartung und Wiederwendung von Batterien zu erhöhen.
  • Die Technologien anhand von Labordemonstratoren mit Praxisbezug exemplarisch umzusetzen und zu testen.
  • ÖkologischeEvaluierung der im Projekt entwickelten Ansätzezur Quantifizierung der damit verbundenen Emissionsreduktionenund der Auswirkung auf Ressourcenverbrauch

Förderung:
FTI Initiative Kreislaufwirtschaft

Laufzeit:  
01.12.2022 – 31.08.2024

Ihr Ansprechpartner

DI Matthias Propst
Research Engineer
Robotics and Assistive Systems

+43 72 52 885 309
matthias.propst@nullprofactor.at

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Partner:

Austrian Institute of Technology GmbH

Daxner & Merl GmbH

Keysight Technology GmbH

Miba Battery Systems GmbH