Die Luftfahrtindustrie setzt auf Leichtbau zur Gewichtseinsparung. Der Airbus A 320 wird bereits zu einem Großteil aus leichten Kohlenstoff-Faserverbundbauteilen („Carbon“) gefertigt. Die Produktion erfordert höchste Präzision und ist damit teuer. Kleinste Fehler können dazu führen, dass Teile von Tragflächen als Ausschuss behandelt werden müssen.

Im EU-Projekt ZAero wird ein automatisches Inline-Inspektionssystem entwickelt, das Fehler beim Ablegen der Bauteile in Echtzeit detektiert. Damit soll – bei Gewährleistung höchster Qualitätsstandards – die Effizienz des Produktionsprozesses um 30 bis 50 Prozent gesteigert werden.

Die Bauteile aus Faserverbund-Werkstoffen werden in komplexen Ablege- und Aushärteprozessen hergestellt. Die manuelle Kontrolle der Komponenten gestaltet sich bislang äußerst zeitaufwendig und bedingt stundenlange Produktionsausfallzeiten. Eine durchgängige Qualität ist dennoch nicht gewährleistet.

PROFACTOR entwickelt in dem Projekt Sensoren, die in der Produktion den Ablegeprozess kontinuierlich mitverfolgen. Beim Aushärteprozess werden die Sensoren direkt im Bauteil angebracht. Sie überwachen den mehrere Stunden dauernden Vorgang.

In der Produktion sollen zudem Simulationsmodelle die Werker unterstützen. Die Simulation dient einerseits dazu, logistische Fragestellungen zu beantworten und andererseits dazu, die Festigkeit des Bauteils auf Basis des Ist-Zustandes vorherzusagen. Mit Hilfe dieser Informationen kann der Werker entsprechende Maßnahmen zur Nacharbeit einleiten.

Projektname:
ZAero: Zero-defect Manufacturing of Composite Parts in the Aerospace Industry

Laufzeit:
2016 – 2019

Förderung:

The project leading to this application has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 721362.

Webseite:
www.zaero-project.eu

Ihr Ansprechpartner

Dr. Christian Eitzinger
Head of Machine Vision

+43 7252 885 250
christian.eitzinger@nullprofactor.at

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