Am 28. Und 29. September fand im Museum Arbeitswelt in Steyr das mittlerweile dritte Symposium Add+it statt. Rund 130 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft tauschten sich auf höchstem Niveau zum Thema Additive Fertigung und dem 3D-Druck von Kunststoffen aus.

 

Das Symposium Add+it fand zum dritten Mal statt, was ist dein Resümee zur Veranstaltung?

Dr. Thomas Fischinger: Das Format mit einer Mischung aus Vorträgen im Plenum und vertiefenden Sessions in kleineren Gruppen hat sich auch bei der dritten Auflage bewährt. Der Teilnehmer Mix aus Wissenschaft und Industrie war wieder sehr ausgewogen, das zeigt, dass wir die Veranstaltung gut gewichten.

 

Das Format und der Fokus auf Kunststoffe bleibt erhalten? 

Fischinger: Das ist ganz klar, dass wir uns bei der Vielfalt an Techniken auf den 3D Druck von Kunstoffen beschränken. Die Erfahrungen und das Know-How sind auch bei den Teilnehmern aus der Praxis sehr hoch. Die einzige Überlegung ist: wie können wir zusätzlich zum Symposium auf höchstem Standard Personen aus der Industrie einbinden, die sich zum Thema und den Möglichkeiten erstmals informieren wollen.

 

Was ist aus der Sicht der Arbeit von PROFACTOR erwähnenswert?

Fischinger: Der Druck von Polyolefinen, den wir im Projekt NextGen3D entwickeln, hat sehr große Aufmerksamkeit erregt. Das sollte auch im kommenden Jahr so sein, da wird das Projekt ja schon abgeschlossen sein.

 

Wie war das Feedback der Aussteller?

Fischinger: Durchwegs positiv. Sechs Druckerhersteller bzw. 3D-Druckdienstleister waren da, sie sind auf reges Interesse gestoßen und wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr noch der eine oder andere Austeller dazustoßen wird.

 

Es war bereits die dritte Add+it, ist die Veranstaltung im kommenden Jahr fix? 

Fischinger: Wir haben gemeinsam mit dem Mitveranstalter dem Institut of Polymer Product Engineering (Johannes Kepler Universität) die vierte Auflage bereits angekündigt. Sie soll erneut im Museum in Steyr stattfinden, da wir sehr gute Rückmeldungen zur Location und auch zur Stadt erhalten haben.

 

Impressionen:

Add+it 2017

 

Hochkarätiges Konsortium unter der Koordination von PROFACTOR zieht österreichisches Leitprojekt an Land

Großer Erfolg für die Steyrer Forschungsschmiede PROFACTOR. Das Unternehmen erhält den Zuschlag für das nationale Leitprojekt im Rahmen der Initiative „Produktion der Zukunft“ des Infrastrukturministeriums. PROFACTOR koordiniert dabei drei Jahre lang 24 Partner aus Industrie und Wissenschaft. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung von Technologien, die den Menschen in der Produktion sinnvoll unterstützen. In die Entwicklung der Systeme werden die MitarbeiterInnen der Unternehmenspartner aktiv eingebunden. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Manfred Tscheligi (Center for Human-Computer Interaction der Universität Salzburg bzw. Austrian Institute of Technology).

„Industrie 4.0 betrifft nicht nur die Technik in der Fabrik, sondern auch die Leute, die damit arbeiten. Wir werden die Digitalisierung so nützen, dass unsere Betriebe und unsere Arbeitskräfte davon profitieren. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für sichere, gut bezahlte und erfüllende Arbeitsplätze in Österreich“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Das Infrastrukturministerium fördert Forschung und Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 mit rund 185 Millionen Euro jährlich.

„Der Zuschlag bestätigt, dass wir in den vergangenen Jahren mit der Forschung rund um Assistenzsysteme auf das richtige Pferd gesetzt haben“, sagt Andreas Pichler, technischer Geschäftsführer von PROFACTOR. In dem Forschungsunternehmen ist man überzeugt, dass Europa als Industriestandort nur dann reüssieren wird, wenn individualisierte Produkte zu marktfähigen Preisen erzeugt werden können.“ Die Produkte der Zukunft werden immer funktioneller und individueller. Auch Massenartikel werden künftig in Losgröße 1 produziert. Eine herkömmliche Produktion mit Massenfertigung bewältigt das aufgrund der fehlenden Flexibilität nicht.

Maschinen, die mitdenken, entscheiden über den Standort

„Nur Assistenzsysteme mit kognitiven Eigenschaften schaffen diesen Spagat zwischen Masse und Individualität,“ ist Pichler überzeugt. Das bedeutet: „Maschinen, die mitdenken, und den Menschen dann entlasten, wenn es darauf ankommt, sind die Lösung.“ Die menschenleere Fabrik sei für Europa jedenfalls KEINE Vision mehr. Pichler: „Für eine Fabrik mit assistierenden Maschinen – die vom Menschen auch akzeptiert werden müssen – liegt allerdings noch viel Arbeit vor uns.“ Die Synergie von Mensch und Maschine ist das zentrale Thema für zukünftige Produktionsumgebungen. Assistenz bedeutet das Eingehen auf spezielle Benutzungssituationen und dessen innovative Umsetzung“, betont Manfred Tscheligi in seiner Rolle als Wissenschaftlicher Projektleiter. „In dem Projekt werden dafür Assistenz-Units erforscht und entwickelt“.

MitarbeiterInnen müssen die Systeme akzeptieren

In dem Projekt werden mit den Partnerorganisationen modulare Einheiten mit spezifischen Assistenzfunktionen erforscht, die über den jeweiligen Use Case hinaus anderen Partnern bereitgestellt werden. In die Entwicklung der Lösungen werden die MitarbeiterInnen in den Unternehmen einbezogen.

„Assistenzsysteme nehmen den WerkerInnen einerseits monotone und belastende Arbeiten ab und helfen bei der Bewältigung der immer größer werdenden Variantenvielfalt“, sagt Pichler. „Andererseits muss vor der Implementierung klar evaluiert werden, wovor der Mensch berechtigt oder unberechtigt Angst hat und welche Art der Assistenz vom Menschen akzeptiert wird.“

Hochkarätiges Konsortium lässt viel erwarten

PROFACTOR hat in der Vergangenheit bereits unzählige nationale und internationale Forschungsprojekte koordiniert. Das gegenwärtige Projekt ist zweifelsohne eine der bisher größten Herausforderungen. „Das Konsortium mit der wissenschaftlichen Leitung durch ausgewiesene Expertise im Bereich Mensch-Maschine Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen und facettenreichen Partnern decken ein breites Feld von Expertisen ab“, sagt Pichler. „Die Herausforderung ist groß, die Erwartungen dürfen es auch sein. Wer von Modellfabriken spricht, wird künftig an Steyr nicht herumkommen.“

 

Großer Wurf für das Innovationsland OÖ

„Die Koordination dieses Leitprojektes nach OÖ geholt zu haben, zeigt wieder einmal, dass Oberösterreich zu den Spitzenregionen im Bereich der industriellen Produktion zählt. Diese starke Position durch innovative Projekte weiter zu kräftigen, um sich im internationalen Wettbewerb zunehmend zu behaupten, ist für das Land zukunftskritisch“, freut sich LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer. Oberösterreich ist in der bmvit-Förderschiene ‚Produktion der Zukunft‘ sehr erfolgreich unterwegs. 2013 bis 2015 wurden insgesamt rund 144 Mio. Euro für die Themen ‚Industrielle Fertigung‘ und ‚Werkstofftechnik‘ vergeben. Oberösterreich konnte mit rund 40 % einen enormen Anteil dieser Mittel ins Land holen.

„Auch im Zeitalter der Automatisierung steht der Mensch im Mittelpunkt. Automatisierung bringt mehr Produktivität und Effizienz – aber auch einen beachtlichen Strukturwandel. Dieses Projekt ermöglicht es, diesen Wandel nicht nur positiv zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten und die Arbeitsbedingungen für Menschen in der Produktion enorm zu verbessern“, ergänzt LH-Stv. Stelzer.

Key-Player in der Produktionsforschung

„Dieses Leitprojekt bestätigt wieder einmal, dass das oberösterreichische Unternehmen für industrielle Innovation, PROFACTOR, ein wesentlicher Key-Player in der Produktionsforschung ist. Bereits bei der letzten FFG-Ausschreibung zu einem Leitprojekt im Bereich ‚Produktion der Zukunft‘ war PROFACTOR Teil des erfolgreichen Konsortiums für das Projekt im Bereich der Generativen Fertigung ‚addmanu‘, das im Mai 2015 gestartet wurde. Zudem spielt das Unternehmen eine zentrale Rolle in dem neuen COMET K1-Zentrum ‚Pro²Future‘, das im Sommer 2016 positiv evaluiert wurde und nun die Forschungsarbeit aufnimmt, um Produkte und Produktionssysteme mit menschenähnlichen, kognitiven Fähigkeiten auszustatten“, freut sich DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer der Upper Austrian Research, der Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ, und Vorsitzender des Aufsichtsrats der PROFACTOR GmbH, über den Erfolg der Beteiligungsgesellschaft.

 

Ausschreibung
Produktion der Zukunft – 18.     Ausschreibung, Leitprojekt der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft)

Titel
MAssist II – Assistenzsysteme in der Produktion im Kontext Mensch – Maschine Kooperation

Gesamtkosten:
rund 6,25 Millionen Euro, Förderung ca. 4 Mio. Euro

Im Rahmen der European Robotic Weeks fanden mehr als 830 Events in 30 Ländern statt.

PROFACTOR beteiligte sich dieser Jahr an der österreichweiten Langen Nacht der Roboter. Auch die Fachhochschule Technikum Wien, die Universität Innsbruck und die TU Wien öffnen ihre Robotik-Labors.

116 Besucher aller Altersgruppen haben diese Gelegenheit genutzt um einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen der Robotik bei PROFACTOR zu bekommen.

Impressionen

 

 

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Ein bedruckter Turnschuh lässt Industrie staunen. 

Der Roboter ist nicht nur fit wie ein Turnschuh, er bedruckt sogar einen. Was vorerst nicht sonderlich spektakulär klingt, hat auf der Druckermesse InPrint in Mailand (15. bis 17. November 2016) für großes Aufsehen in der Druckindustrie gesorgt.

 Die „InPrint“ in Mailand ist eine Industriemesse. Lieferanten für die Druckindustrie präsentieren dort ihre Produkte. Das Steyrer Forschungsunternehmen PROFACTOR, eine Beteiligungsgesellschaft der Upper Austrian Research GmbH, wurde von einem französischen Partnerunternehmen eingeladen – und hat mit dem Prototyp eines Leichtbauroboters, der mit einem Inkjet-Druckkopf ausgestattet ist, für Aufsehen gesorgt.  Die Turnschuhe mit bedruckbarer 3D Haptic Beschichtung wurden von HUAFENG zur Verfügung gestellt.

Interesse von der Mode- bis zur Autoindustrie

„Wir haben bei Vertretern der Automobil- über die Luftfahrt- bis zur Modeindustrie Interesse geweckt“, sagt Michael Mühlberger, Physiker bei PROFACTOR. „Und das mit dem Bedrucken eines Turnschuhs durch einen Roboter.“ Der Hintergrund: Das Bedrucken gekrümmter Oberflächen und dreidimensionaler Objekte ist in der Industrie eine der nächsten großen Herausforderungen. Gegenstände wie Fußbälle, Schuhe oder ähnliches müssen im Produktionsprozess vor der Montage oder dem Zusammennähen gefärbt oder bedruckt werden. Eine individuelle Illustration von Gegenständen und 3D-Bauteilen ist aktuell nur in Ausnahmefällen machbar. Der Roboter von PROFACTOR zeigt: Die Oberfläche jedes einzelnen Bauteils kann individuell gestaltet werden – analog zu einem Druckauftrag an den Inkjet-Drucker im Büro. Markus Ikeda, Mechatroniker bei PROFACTOR, sagt: „Das ist, was die Industrie sucht, eine Lösung für individuelle Gestaltung zu den Kosten von in Massenproduktion hergestellten Gütern.“

 

Prototyp stammt aus einem nationalen Leitprojekt

Der Prototyp entstand in dem von der FFG und dem BMVIT geförderten nationalen Forschungsprojekt „addmanu“, dem Leitprojekt zur Erforschung, Entwicklung und Etablierung der Generativen Fertigung in Österreich. Der Projektpartner TIGER Coatings entwickelte die funktionalen Tinten. PROFACTOR erforscht im Projekt nicht nur das dekorative Bedrucken von 3D-Bauteilen, sondern auch deren Funktionalisierung. Die Funktionalisierung von Oberflächen – unter anderem mit nanotechnologischen Methoden – gilt als Schlüssel für innovative Produkte mit individuellen und unverwechselbaren Eigenschaften. Solcherart gefertigte Produkte werden zudem wegen des hohen Technologiegehalts kaum von Produktpiraterie betroffen sein.

 

PROFACTOR forscht in dem von 2015 bis 2018 laufenden Projekt „addmanu“ mit mehr als 20 Partnern.

www.addmanu.at

 

 

 

Unter dem Motto „Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft“ besuchten rund 25 Unternehmer im Rahmen der von den Technologie-und Innovations-Partnern (TIP) organisierten Exkursionsreihe unser Technologiehaus.

Herrn Herbert Jodlbauer von der FH Steyr gab zu Beginn einen Überblick über das neuentwickelte Reifegradmodell Industrie 4.0. Dieses soll ab Jänner 2017 interessierten Unternehmen angeboten werden, um diese I4.0 fit zu machen. Beratungsleistungen zum Thema I4.0 können ebenso wie z.B. Produktentwicklungsprojekte von den Technologie- und InnovationsPartnern gefördert werden.

Technologie zum Angreifen

Danach ging es für die Besucher in einem Haus-Rundgang in unser Smart Factory LAB und Nano-Labor. In 8 Stationen wurde anhand von praxisnahen Beispielen das Know-how der Forschungseinrichtung „angreifbar“ gemacht. Angefangen von der Produktion von Leichtbauteilen über die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, der Oberflächenanalyse und Bearbeitung bis hin zu 3D-Scan und –Druck reichte die Palette der vorgestellten Technologiebereiche.

Anschließend gab es im ganz neu entwickelten Multimedia- IdeaLAB (den man auch als Externer buchen kann) die Möglichkeit, sich mit Teilnehmern und Experten von PROFACTOR auszutauschen.

3D-Druck: In Steyr wurde gezeigt, was State-of-the-Art ist

Im Museum Arbeitswelt in Steyr wurde Ende September nicht die Geschichte, sondern die Zukunft der Produktion präsentiert. Rund 120 ExpertInnen aus zwölf Ländern (Australien, Belgien, China , Deutschland, Dänemark, Frankreich, Japan, Niederlande, Österreich, Ungarn, USA, Schweiz,) folgten der Einladung von PROFACTOR und der Johannes Kepler Universität Linz zum zweitägigen Symposium Add+it.

Die Vortragenden kamen aus der Industrie und aus der Wissenschaft. Anwender von BMW, Phillips und anderen namhaften Unternehmen präsentierten, wie 3D-Technologien und die additive Fertigungsmethoden in der industriellen Praxis eingesetzt werden – und was sie ermöglichen. Auf die kleinsten Nenner gebracht: Die „econmomy of scale“ wird mit der additiven Fertigung der Vergangenheit angehören, ebenso wie die Einschränkungen bei der Konstruktionsfreiheit. 3D-gedruckte Spritzgußformen ermöglichen eine kosteneffiziente Fertigung von Bauteilen in kleinsten Losgrößen – um nur ein Beispiel zu nennen. Die fast unbeschränkte Designfreiheit beflügelt Hersteller in fast allen Branchen zu innovativen und funktionellen Produkten.

Spektakulär sind die Anwendungen in der Medizintechnik. Der 3D-Druck von biokompatiblen „Bauteilen“ ist Realität. Die exakte Reprodukution von – zum Beispiel Knochenteilen – während einer Operation wird dem 3D-Drucker in Zukunft einen Fixplatz in den Operationssäälen einräumen.

Die Anwender aus der Praxis präsentierten den „State-of-the-Art“ rund um 3D-Technologien. Die Wissenschafter gaben einen Einblick in die Forschung und damit auf neue, bislang undenkbare Prouktwelten.

iTextil: Basis für funktionelle T-Shirts gelegt.

Wenn PROFACTOR T-Shirts individuell bedrucken will, dann geht es nicht um flotte Sprüche und Grafiken. Das Forschungsunternehmen aus Steyr druckt elektrische Leiterbahnen auf Textilien. Die ChemikerInnen und PhysikerInnen des Unternehmens haben im Technologiehaus Steyr eine spezielle Tinte entwickelt, mit der Textilien individuell mit einem Inkjet-Printer funktionalisiert werden können. Das ist keine Spielerei, sondern ein Grundstein für hochspezialisierte Produkte, mit der Hochlohnländer wie Österreich für die Textilindustrie wieder interessant gemacht werden können.

Das Projekt iTextil wurde zusammen mit den Unternehmen Lenzing AG und Tiger Coatings GmbH & Co. KG durchgeführt und soeben erfolgreich abgeschlossen. „Die gedruckten, elektronischen Leiterbahnen auf dem Stoff halten Waschvorgänge, Feuchtigkeit, Hitze und Kälte ebenso aus wie ein Zerknüllen“, sagt Julia Kastner, Projektleiterin bei PROFACTOR. Rund zwei Jahre lang wurde bei PROFACTOR von Nanotechnologie-ExpertInnen an der Entwicklung der Tinte geforscht. Sie basiert auf Silber in gelöster Form und enthält keine festen Silberpartikel mehr. Dadurch ist die Tinte „stabiler“ – länger haltbar und leichter druckbar. Beim Druckvorgang verdampfen die Lösungsmittel, auf dem Textil bleibt reines Silber bestehen.

Nur Inkjet-Druck ermöglicht individuelle Fertigung

Elektrisch leitfähige Elemente in Textilien sind freilich nichts Neues. Bislang mussten aber die Leiterbahnen für leitfähige Garne in den Webmustern der Massenfertigung berücksichtigt werden. Eine individuelle Fertigung zu marktfähigen Preisen ist damit nicht möglich.

Der Kunde entscheidet, was sein „Leiberl“ können muss

Die leitfähige Silbertinte aus dem Haus PROFACTOR wird mit einem Inkjet-Printer völlig individuell auf Textilien aufgetragen. Kastner: „Das ist die Zukunft von Textilien: Der Kunde entscheidet, welche Funktionalität das Produkt wann, wo und wie bieten soll. Er kann zum Beispiel auswählen, ob ein Mikrobauteil seinen Puls misst, sein Hemd ein Durchschwitzen überprüft oder sein Shirt oder Leintuch laufend sein EKG überwacht.  Die Leiterbahnen dazu können völlig individuell definiert werden, um das optische Design der Textilie – Grafiken oder Schriftzüge –  zu unterstützen.“

PROFACTOR baut in diesem Projekt auf jahrelange Erfahrung mit Inkjet-Druck und der Entwicklung funktioneller Tinten auf. In anderen Projekten wurden beispielsweise Tinten entwickelt, mit denen organische Photovoltaikzellen – ebenfalls per Inkjet-Druck – auf Glasfassaden gedruckt werden können.

Große Erfahrung mit Inkjet-Druck

Kastner: „Die Erfahrung mit dem Inkjet-Druck aus diesen Projekten hat uns sehr geholfen. Die Herausforderung beim Projekt iTextil waren die spezifischen Eigenschaften von Textilien: Die Tinte darf nicht aufgesogen werden und die Leiterbahnen, die zwar ein paar Millimeter breit, aber nur wenige Mikrometer hoch sind, müssen völlig unterschiedlichen Belastungen standhalten.“

 

www.profactor.at/itextil