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Launch Mikro

Projekthintergrund

Die Miniaturisierung von Teilen und Komponenten ist ein kontinuierlicher Trend in der Technik. Verschiedene Branchen wie Telekommunikation, Elektronik, Medizin, Biochemie und Automotiv fragen nach immer kleiner werdenden technischen Bauteilen.
Projektinhalt

Beim EU- Projekt LAUNCH-MICRO dreht sich alles um die Mikrobearbeitung. Drei verschiedene Technologien für Mikrobearbeitung werden behandelt: Zerspanung, Lasern und Erodieren (micro milling, micro laser ablation and micro EDM).
Das Projekt behandelt die Themen:

  • Mikromaschinen- und Komponentenkonfiguration
  • Spanntechnik für Mikrobauteile
  • Mikromesstechnik und Qualitätssicherung
  • Mikrobearbeitungstechnologie inklusive Mikrowerkzeugentwicklung
  • CAD-CAM für die Mikrobearbeitung

Die erarbeiteten Forschungsergebnisse fließen direkt in den Bau eines Demonstrators. Dieser kann für Tests und weitere Forschungstätigkeiten genutzt werden.

Mikrofräser im Fokus

Ein Beispiel für die Herausforderung der Mikrobearbeitung ist die Betrachtung eines Mikrofräsers. Werkzeuge bzw. Werkzeuggeometrien „normaler“ Werkzeuge können nicht in den Mikrobereich herunterskaliert werden. Beim Einsatz von Fräsern mit wenigen Zehntel Millimeter Durchmesser herrschen vergleichsmäßig völlig andere Zerspanungsbedingungen als bei einem „normalen“ Werkzeug: Die Schneidkantenverrundungen werden im Verhältnis zum Zahnvorschub immer größer. Ein Drücken anstatt eines definierten Zerspanungvorgangs, das ist die Folge.

Messtechnik im Nanobereich

PROFACTOR beschäftigt sich im Rahmen von LAUNCH-MICRO auch mit der Analyse der Messtechnik im Nanometer-Bereich. Die Anpassung der Werkzeugmaschinen an die Erfordernisse der Mikrobearbeitung, das ist die zweite Herausforderung, der sich PROFACTOR stellt. Zur Dynamiksteigerung von Mikrobearbeitungsmaschinen werden Gewichtsoptimierungen vorgenommen. Dabei soll die Steifigkeit des Systems nahezu unverändert bleiben. Um diese beiden Gegensätze zu vereinen, bedarf es der geeigneten Mittel und der entsprechenden Erfahrung. Zur Analyse und Simulation setzen wir die Finite Elemente Methode (FEM) ein.

Weitere Themenschwerpunkte, an denen PROFACTOR mitwirkt sind die Mikrospanntechnik und die aktive und passive Schwingungsunterdrückung.

Projektpartner

Zentrum dieses Projekt steht der Wissenstransfer zu den europäischen Klein- und Mittelbetrieben der Bereiche Werkzeugmaschinenhersteller, Maschinenkomponentenhersteller und Technologie-Endanwender. 28 Partner aus sechs europäischen Ländern arbeiten gemeinsam am Projekt LAUNCH-MICRO. Davon sind 20 Klein- und Mittelbetriebe, die meisten innerhalb des Werkzeugmaschinensektors und acht F&E-Unternehmen.

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